Antifaschistischer Stadtrundgang in Frankfurt am Main

Unter sachkundiger Führung von Mitgliedern der AG des DGB führt dieser antifaschistische Stadtrundgang zu Erinnerungsorten, die lange Zeit kaum beachteten Opfergruppen der nationalsozialistischen Verfolgung gewidmet sind. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die nicht in das rassistische und ausgrenzende Weltbild der NS-Diktatur passten und deshalb diskriminiert, entrechtet und verfolgt wurden. Dazu gehörten unter anderem queere Menschen, als „Asoziale“ oder „Berufsverbrecher“ stigmatisierte Personen sowie Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen. Während andere Opfergruppen nach 1945 zunehmend in die öffentliche Erinnerung aufgenommen wurden, blieben viele dieser Verfolgten über Jahrzehnte hinweg ausgegrenzt. Häufig erhielten sie weder gesellschaftliche Anerkennung noch eine Entschädigung für das erlittene Unrecht. Die Folgen von Ausgrenzung und Diskriminierung wirkten für viele Betroffene weit über das Ende des Nationalsozialismus hinaus fort.

Der Rundgang macht die Schicksale dieser Menschen sichtbar und beleuchtet die Geschichte einer lange verdrängten Verfolgung. Er lädt dazu ein, den Blick auf jene Opfergruppen zu richten, die bis heute oft zu wenig Beachtung finden.

Die Stadtrundgänge werden seit 1979 von der AG Antifaschistischer Stadtrundgang des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Frankfurt am Main angeboten. Die AG besteht seit Anfang der 1960er Jahre und wurde damals von Widerstandskämpfer:innen mitgegründet.

Veranstalter: „Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus, gefördert von Arbeit und Leben Hessen“ in Zusammenarbeit mit der vhs Hochtaunus sowie der vhs Bad Homburg.

Sonntag, 27. September 2026
14:00–16:30 Uhr

Kursnummer262D09-05
DozentinAnka Hätzel
DatumSonntag, 27.09.2026 14:00–16:30 Uhr
AnmeldungAnmeldung
GebührEintritt frei
OrtFrankfurt am Main, Klaus-Mann-Platz (Frankfurter Engel)

September 27, 2026